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Aktivitäten
MountainDive 2010 (16. - 22.08.10)
Am 16.08.2010 war es soweit, Dominik und ich (Stefan) brachen am späten Vormittag auf zum diesjährigen Mountaindive. Geplant waren zuerst 3 Tage in der Region um den Walchensee. Die nächsten 3 Tage waren dann in der Region um Lermoos/Biberwier geplant. So ging es dann wie geplant auf die Reise und nach diversen Anlaufschwierigkeiten erreichten wir gegen 18:00 Uhr bei bewölktem Wetter den Walchensee. Gewohnt haben wir im dort ansässigen Hotel Einsiedl, welches mit einer direkt angrenzenden Tauchbasis für einen Tauchurlaub in der Region einen guten Ausgangspunkt darstellt. Am Montag wurde dann nur noch das Zimmer bezogen, etwas zu Nacht gegessen und ein gemütliches Bier auf der Terrasse getrunken.



Am ersten Tauchtag, dem Dienstag wurde dann gleich zu Begin bei sehr durchwachsenem Wetter das Highlight des Walchensees, die Galerie, betaucht. Dort haben wir dem alten Opel Blitz ein Besuch abgestattet und anschließend den Tauchgang an der Steilwand beendet. Mittags betauchten wir dann der Tauchplatz Steinbruch und haben das Schwert Exkalibur auf 42m angetaucht. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse oberhalb von 20m haben wir von einem 3. Tauchgang an dem Tag abgesehen und abends lieber einen alten Bekannten, den wir im Gozo Urlaub 2008 kennen gelernt hatten besucht.



Mittwochs hat sich das Wetter leider nicht nennenswert gebessert und so haben wir bei wiederum durchwachsenem Wetter den Achensee betaucht. Wir hatten uns 2 Tauchplätze rausgesucht, zum einen den Hechenberg und als zweiten den TCI-Parcours. Die Beschreibung für den Hechenberg klang interessant: „Tauche ab auf 3m, tauche nach Norden, bis du auf einen Felsen stößt, links von dem Felsen geht dann eine Rinne in die Tiefe. Folge der Rinne, in 18m Tiefe stößt du auf ein Wrack eines kleinen Bootes, 3m unterhalb steht unter einem querliegenden Baum eine Madonna. Auf 44m befindet sich dann das Highlight des Tauchplatzes, der „Dodge“ ein alter Funkwagen der Wehrmacht. Beenden kann man den Tauchgang dann indem man nach Nordosten Richtung Steilwand taucht und dort eine eventuelle Deco austaucht“ Soweit so gut dachten wir uns und hielten uns ans die Beschreibung, doch außer ein Umleitungsschild auf 36m Tiefe fanden wir leider nichts, obwohl wir in einer Rinne abgetaucht sind. Der 2. Tauchgang war dann für Dumme gemacht, im TCI-Parcours hat der Tauchclub Innsbruck verschiedene Dinge dekoriert und die einzelnen Stationen mit Seilen verbunden, so dass sogar wir fast alle Sehenswürdigkeiten gefunden haben. Einzig und allein die Restnullzeit, die wir nach dem Hechenbergtauchgang noch hatten machte uns einen strich durch die Rechnung alle Punkte anzutauchen.



Donnerstags war dann schon der Tag der Überfahrt in die Region Lermoos/Biberwier gekommen. Als Abschluss für die Region Walchensee machten wir noch einen Tauchgang an der Galerie und machten uns dann auf den Weg an den Urisee, wo wir uns mit Frank trafen, der uns die letzten 3 Tage begleitete. Am Urisee betauchten wir dann bei Sonnenschein und guter Sicht die Steilwand im hintern Teil des Sees bevor wir uns dann gemeinsam mit Frank aufmachten nach Biberwier. Gewohnt haben wir hier im Haus Renata in einer schönen Ferienwohnung bei der Familie Woerz, die mit einem tollen Blick auf das Zugspitzmassiv sehr schön gelegen hat.

Freitags stand dann der Blindsee auf dem Programm. Zu betauchen gab es hier eigentlich nur die kleine Steilwand auf der gegenüberliegenden Seite des Einstiegs und das Mikado zur Rechten. Aufgrund der guten Sichtweiten, die endlich auch schon im oberen Bereich mehr als 2-3m betrugen haben wir an dem Tag insgesamt 3 schöne Tauchgänge gemacht und waren begeistert vom Blindsee.



Am Samstag hatten wir dann die Wahl zwischen Plansee oder nochmals Blindsee. Aufgrund von Informationen, dass die Sicht im Plansee durchweg nicht mehr als 2m betragen soll ist unsere Entscheidung auf den Blindsee gefallen. Nachdem wir die Tauchgenehmigung für 12,50€ im Hotel „Mohr Life Ressort“ gelöst hatten sind wir dann wieder an den See gefahren. Dort angekommen hat sich das gute Bild vom Freitag direkt zerstört, 3 große Tauchkurse, einer davon ein Rescue und ein weiterer ein Anfängerkurs waren bereits am See. Insgesamt waren ca. 40 Taucher vor Ort. Die schöne Bergseeatmosphäre war dahin. Nichts desto trotz machten wir 2 weitere Tauchgänge im Blindsee, in dem die Sicht unter den Kursen gelitten hat. Hier sollte man sich mal überlegen, ob es im Sinne aller ist, in einem solchen See Ausbildung zu betreiben.

Zu guter Letzt machten wir sichttechnisch den Highlighttauchgang am letzten Tag, dem Sonntag. Da betauchten wir den Lechausee, ein künstlich angelegter See mit maximal 5,5m Tiefe. Dafür aber mir Sichtweiten von bis zu 30m. Nach 75 Minuten in diesem genialen See beendeten wir unseren diesjährigen Mountaindive mit einem Picknick bei Kaiserwetter.



Und hier unser Mountaindive 2010 noch mal zusammengefasst in einigen Zahlen:

- 7 Tage (6 Tauchtage)
- 5 Seen
- 12 Tauchgänge
- 44m max. Tiefe
- 708 min (11h 48min) unter Wasser
- 25m max. Sichtweite
- 1450 km Fahrstrecke
- Seen von 802 m ü. NN bis 1093 m ü. NN
- ca. 8GB Bild- und Filmmaterial



Wie auch schon 2009 war es eine schöne Woche mit tollen Seen, die 2011 mit Sicherheit wiederholt wird.


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Dieser Bericht wurde geschrieben von Stefan.

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